Pokalicious 2014 war ein Erfolg: Barrio Hamburg erster Titelträger in Essen

Spannende Spiele, schöne Szenen, bestes Wetter und eine gesunde Prise positiven Wahnsinns: Als Veranstalter sind wir von Futsalicious Essen e.V. überwältigt von diesem tollen Tag: Die Erstausgabe unseres Futsal-Turniers POKALICIOUS war, trotz der "Kinderkrankheiten", die es bei Premieren immer gibt, ein erstaunlich rundes Ereignis für Aktive und Zuschauer!

 

Gratulieren möchten wir herzlich dem POKALICIOUS-Premieren-Gewinner, MSV Barrio / Stadtpark 96 Hamburg e.V.!
Als Drittplatzierte nach der Vorrunde, konnte sich das Team vom Trainerduo Marcel Reinberg und Armando Morales im Halbfinale durch ein (wie immer) gnadenloses 6-Meter-Schießen gegen den PCF Mülheim und im Finale knapp gegen unsere Jungs von Futsalicious Essen durchsetzen.

Damit verwahren die sympathischen Nordlichter den imposanten POKALICIOUS-Wanderpokal bis 2015 und sind dann als Titelverteidiger herzlich eingeladen und gesetzt.

 

Wir danken sehr dem Schiedsrichterteam für wirklich gute Leistung und eine souverän bestimmte, aber faire und freundliche Art auf und ganz besonders neben dem Feld. Hier möchten wir uns besonders bei Danny Stöver bedanken, der extra für POKALICIOUS aus Hamburg anreiste.

Unparteiischer aus Hamburg: Danny Stöver (Foto: Beckers)
Unparteiischer aus Hamburg: Danny Stöver (Foto: Beckers)
POKALICIOUS 2014 gewonnen: MSV Barrio / Stadtpark 96 Hamburg (Foto: Beckers)
POKALICIOUS 2014 gewonnen: MSV Barrio / Stadtpark 96 Hamburg (Foto: Beckers)

Ein sehr großer Dank, wo wir gerade dabei sind, geht an die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich aufopferungsvoll um Essensspenden und das Geschehen an der Verpflegungstheke gekümmert haben - hierbei möchten wir besonders unsere "Mädels" von Dancelicious hervorheben!

Auch den Gewinnern der POKALICIOUS-Einzelpreise möchten wir ganz herzlich gratulieren:


Als mit 7 Treffern uneinholbar und damit der "Beste Knipser" des Turniers erwies sich ein in der Futsal-Szene bisher unbeschriebenes Blatt: Aus dem Team der Black Panthers Brackwede / Hochschulsport Uni Bielefeld holte sich Philipp van Kronenberg die Spezial-Torkanone als Spitzenreiter der Torschützenliste.

Ebenso schön wie kurios war dann auch, dass die Bielefelder als einziges Team eine Frau an Bord für dieses männerdominierte Starterfeld hatten. Doch auch über diesen Fakt hinaus machte die Spielerin in gelb-blau mit der Nummer 2 auf sich aufmerksam: Annelie Jaene reihte sich mit 4 Treffern als Dritte ganz weit oben in der Torschützenliste ein! Leider hatten wir für diesen Fall keinen Sonder-Pokal vorbereitet ...

"Bester Knipser": Philipp van Kronenberg
"Bester Knipser": Philipp van Kronenberg
"Beste Knipserin": Annelie Jaene
"Beste Knipserin": Annelie Jaene

Ebenfalls keinen Sonderpreis in petto hatten wir für das "unterhaltsamste" bzw. "coolste" Team des Turniers ... Da uns aber gleichzeitig die Entscheidung um den Titelträger des "Besten Schnappers" unmöglich schwer fiel, schlugen wir kurzerhand zwei Fliegen mit einer Klappe. Mit tollen Paraden und sehr unterschiedlichen Stilen zwischen den Pfosten und auf dem Spielfeld überzeugten alle Keeper aller Teams. Hier wurden unhaltbare Schüsse gehalten und unübersichtlicher Situationen sehenswert souverän geklärt, dort hatten die spielenden Schlussleute wichtige Schlüsselrollen im Spielaufbau oder erwiesen sich selbst als äußerst torgefährlich. Somit konnte es nach 208 Minuten Nettospielzeit nur einen Titelträger geben: Geehrt wurde, unter großem Jubel aller, Jelmer Dirks von SV Futsal Olympia Haarlem (NL). Denn mit einer jahrzehntelangen Erfahrung des Routiniers zwischen Futsal-Torpfosten konnte kein anderer mithalten - ebenso wenig mit der puren Lebensfreude, mit der die Niederländer unser Turnier hör- und sichtbar bereicherten. Dazu aber weiter unten mehr ...

"Bester Schnapper": Jelmer Dirks (Foto: Beckers)
"Bester Schnapper": Jelmer Dirks (Foto: Beckers)

Sportlich waren die 26 Turnierspiele bei POKALICIOUS 2014 allesamt sehr torreich, ausgeglichen und fair. Kein Team überragte alle anderen und keines fiel leistungstechnisch vollkommen ab, so dass es in nahezu jeder Partie spannend blieb. Dazu hat vor allem die strikte Einhaltung der FIFA Futsal-Spielregeln, auch in ihrer für das Turnier abgewandelten Form, beigetragen!

 

Alle Spieler konzentrierten sich nachweislich auf das, womit man beim Fußball tatsächlich Erfolg hat: Die spielerische Lösung von Matchsituationen. Insgesamt wurde bei POKALICIOUS 2014 nur 67 Mal Foul gespielt, das sind 0,3 Fouls pro Nettospielminute und lächerliche 0,1 Fouls pro Bruttospielminute - und dies wiederum bei vergleichsweise hohem Spieltempo und auf dem engen Platz eines Handballfelds. Nur ein einziges Mal gab es in einem Spiel 4 Fouls von einem Team, so dass daraus ein Foul-10-Meter gepfiffen werden musste. Insgesamt zeigten die Schiedsrichter 12 Gelbe Karten, von denen nur eine, als Gelb-Rote Karte, zu einer Sperre von einem Spiel führte - wegen anhaltender Diskussion mit dem Unparteiischen.

 

Dem gegenüber stehen insgesamt 77 ausgelassene Jubel auf allen Seiten über teilweise sehr sehenswerte Tore! Dazu gab es pro Partie eine Unmenge an besten Torchancen und herrlichen Spielzügen, die leider ohne zählbaren Lohn blieben. Es gab lediglich eine torlose Partie, die allerdings bis zur Schlusssekunde viel Spannung und tolle Szenen bot.

 

Alle Mannschaften waren mit der angesetzten Nettospielzeit von 1x8 Minuten sehr zufrieden. Das Anhalten der Uhr bei allen Spielunterbrechungen führte bei allen Beteiligten immer wieder zur Konzentration auf das Wesentliche: das Spiel. Und es beruhigte sich erhitzende Gemüter zusehends. Auch waren die Einsätze bei weitem nicht so kurz, wie man anhand der Zahl 8 hätte vermuten könnte: Die Nettospielzeit ermöglichte Spiele mit einer Bruttospieldauer zwischen 12 Minuten und 30 Sekunden bis hin zu knapp unter 15 Minuten. Da kam jeder Aktive ins Schwitzen und die Partien hatten ein durchgehend hohes Tempo.

 

Für uns als Veranstalter war es ein sehr angenehmer Nebeneffekt der Nettospielzeit, dass wir so unseren gesteckten Zeitplan mehr als einhalten konnten! Im Endeffekt hätten wir in der anberaumten Zeit auch die Spiele einer achten Mannschaft (oder mehr durchführen können - möglicherweise wäre eine Verlängerung der Nettospielzeit auf 9 oder gar 10 Minuten theoretisch machbar gewesen. Auch eine Beibehaltung der 1-minütigen Auszeit (statt 30 Sekunden) wäre locker drin gewesen. Aber so war es uns möglich ein wenig früher (und damit entspannter) zur Siegerehrung zu schreiten - und das obwohl die POKALICIOUS 2014-Spiele erst mit einer guten halben Stunde Verspätung beginnen konnten! Diese Erkenntnisse nehmen wir gerne mit für kommende POKALICIOUS-Turniere ... und wir können jeden anderen Veranstalter nur ermutigen, für Futsal-Turniere ebenfalls eine verkürzte Nettospielzeit zu überlegen!

 

Nach dem Ausflug in die Turnier-Statistik wieder zurück zur "allgemeinen Coolness" bei der Erstausgabe von POKALICIOUS: Es kam zu sehr ungewöhnlichen, aber herzerfrischenden Szenen auf und neben dem Spielfeld. Seien es Anfeuerungsgesänge für die Spieler gegnerischer Teams oder seltsamen "photo opportunities".

 

Bei der Vorrundenpartie zwischen Futsal Olympia Haarlem und dem Futsal-Hochschulsportteam der Hochschule Rhein-Waal aus Kleve nahmen die Klever eine futsaltypische Auszeit - soweit nichts besonderes. Daraufhin gab es allerdings keine Instruktionen vom Trainer für sein Team, sondern beide Teams rannten vor den verdutzten Augen aller Anwesenden zur Klever Bank und ... tja, wozu kann man ein Time-Out schon nutzen? ... genau, sie machten ein gemeinsames "Time-Out-Selfie"! ... "helemaal gek" (vollkommen bekloppt) würde der Niederländer sagen ... hier das "Beweisfoto":

Das Time-Out-Selfie (Foto: Futsal-Team Hochschule Rhein-Waal)
Das Time-Out-Selfie (Foto: Futsal-Team Hochschule Rhein-Waal)

Doch damit nicht genug der Verücktheiten bei POKALICIOUS 2014: Wir hätten da noch (aus demselben Spiel) den überraschenden Torerfolg vom Klever Schlussmann Daniel Hutagalung zum souveränen und verdienten 5:1 für die Hochschule Rhein-Waal ... seine Mannschaftskameraden flippten aus und es kam zur Jubelrudelbildung ...

... doch was taten die geschlagenen niederländischen Gäste? Statt die Köpfe hängen zu lassen, nutzen sie die Gunst der Minute und feierten ganz einfach mit ihren sportlichen Gegnern!!! - Rudelbildung, Teil 2, im Strafraum, um und auf dem Klever Keeper ... unfassbar genial ... tosender Beifall von den höchst amüsierten Zuschauern und den übrigen Teams auf der Tribüne ... und ebenfalls im Bild festgehalten:

Rudelbildung der positiven Sorte: Beide Teams feiern den Torerfolg von Kleve (Foto: Beckers)
Rudelbildung der positiven Sorte: Beide Teams feiern den Torerfolg von Kleve (Foto: Beckers)

Noch ein wenig Jubel-Trubel-Heiterkeit gefällig? Bitteschön: Bei der Siegerehrung fühlten sich zu guter Letzt tatsächlich alle Mannschaften dazu eingeladen, sich dem überschwänglichen Jubel von Haarlems Keeper Jelmer Dirks über seinen "Bester Schnapper"-Pokal anzuschließen ... mit einem weitere Jubel-Gruppen-"Selfie" ... hier das Ereignis in seiner ganzen, minutiös fotografisch festgehaltenen Pracht ...:




Inzwischen haben wir eine ganze Menge an Statistiken und Zusammenfassungen zu POKALICIOUS 2014 zusammengetragen. Von den kompletten Aufstellungen bis hin zu allen Spieldetails und der Torschützenliste gibt es eine Menge zu lesen.

 

Wer ein Auge zu dem, was er/sie verpasst hat riskieren oder den Tag noch einmal retrospektiv erleben möchte, dem sei unsere grooooße Fotogalerie mit über 300 Bildern aus diversen Blickwinkeln wärmstens ans Herz gelegt!

Falls ihr Fotos vom Turnier und dem Drumherum gemacht habt, die unbedingt in unsere Galerie aufgenommen werden sollen, dann sendet sie uns gerne an presse@futsalicious-essen.de - und vergesst nicht, den oder die Fotografen namentlich zu erwähnen!

 

 

(kristoff gött, 23.04.2014)

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