"Futsalicious Essen II" besiegt bei Wiedergutmachung die Mülheimer Nachbarn

Am Samstag traf sich unsere Zweitvertretung in Mülheim an der Ruhr, um sich dort mit dem ansässigen "PCF" zu messen. Nach der peinlichen 7:10-Schlappe gegen den "FC Nettetal 2009 I" am vorherigen Wochenende stand bei unseren Jungs von "Futsalicious II" vor allem Wiedergutmachung auf der Tagesordnung. Allerdings stand das Spiel schon vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern, da unser Verband FVN es offenbar nicht vermochte, auch nur einen Schiedsrichter zum Spielort zu schicken. Schon bei der Partie in Nettetal war nur ein Unparteiischer zugegen. Wie wir in den Tagen nach der Mülheim-Partie erfuhren, gab es an diesem Spieltag anscheinend eine wetterbedingte Absage, die ursprünglich nur den Feldfußball betreffen sollte. Warum ein wetterunabhängiges Futsal-Hallenspiel ebenfalls pauschal mit abgesagt wurde, konnte nicht geklärt werden.

 

Dennoch entschieden sich beide Mannschaften, das Ligaspiel stattfinden zu lassen. Mit Alexander Prim (Spielertrainer vom "PCF Mülheim") und Matthias Terhorst (aus den Reihen von "Futsalicious II") befanden sich zwei Akteure mit Schiedsrichterausbildung vor Ort. In beiderseitigem Einvernehmen nahm in der ersten Halbzeit  Matthias Terhorst und in der zweiten Hälfte Alexander Prim die Pfeife in die Hand.


Vor dem Spiel hielten beide Mannschaften noch eine Schweigeminute für den getöteten niederländischen Linienrichter ab. "Futsalicious Essen" und der "PCF Mülheim" taten dies zum einen aus Respekt, aber zum anderen vor allem auch, um ein deutliches Zeichen zu setzen, dass Gewalt und Diskriminierung gegen Mitspieler, Gegenspieler und selbstverständlich auch unsere Schiedsrichter keinen Platz in unserem Sport haben und haben werden! "Fair Play" und gegenseitiger Respekt ist im Futsal das oberste Gebot, das, nach unserem gemeinsamen Wunsch, allen Beteiligten in Fleisch und Blut übergehen soll. Nicht umsonst ist das Fairnessgebot in den Regeln unseres Futsal-Sports überdeutlich festgeschrieben worden. Ohne "Fair Play" gibt es im Futsal keinen Sieger.

Bei aller Freude ein wenig verwackelt - oder bebte die Halle? Das "Futsalicious II"-Erfolgsteam im Nachbarschaftsderby mit dem "PCF Mülheim" (Foto: FE)
Bei aller Freude ein wenig verwackelt - oder bebte die Halle? Das "Futsalicious II"-Erfolgsteam im Nachbarschaftsderby mit dem "PCF Mülheim" (Foto: FE)

Dann ging es auf die Platte zum Ligaspiel. Unsere Zweite von den Spielertrainern Bartmann und Wehling wurde von Matthias Henneken und Ivan Valchev aus der Ersten personell unterstützt, da "Futsalicious I" an diesem Wochenende kein Spiel zu bestreiten hatte. "Futsalicious Essen II" überließ dem "PCF Mülheim" zu Beginn des Spiels viel Raum und stand sehr tief. Die Gastgeber zogen ihr Spiel langsam auf und hatten auch die ersten zwei großen Chancen. Tore verhinderte beide Male der Pfosten. Das 1:0 erzielte dann "Futsalicious" durch einen schönen Konter. Viktor Kuzim vollendete freistehend, nachdem er von Ivan Valchev mustergültig bedient worden war. Zu diesem Zeitpunkt waren drei Minuten gespielt. Mülheim zeigte sich davon aber keineswegs geschockt und glich im Gegenzug direkt zum 1:1 aus.

 

Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten, wobei die Mülheimer unterm Strich die etwas besseren Möglichkeiten hatten. Aber wieder waren es die Essener Gäste, die eine Führung vorlegten: Mit einem Kunstschuss von der Mittellinie konnte Ivan Valchev den Mülheimer Keeper überlisten, der sich zuvor von Bartmann bedrängt fühlte. Wären zwei offizielle Schiedsrichtern anwesend gewesen, wäre in dieser Situation eventuell eine Entscheidung auf Foulspiel oder eine Behinderung durch unseren Spieler vertretbar gewesen. Für einen einzelnen Schiedsrichter aber war diese Aktion nicht zu erkennen. Schön anzusehen war der Treffer zum 2:1 aber dennoch. Leider konnten unsere Jungs daraus kein weiteres Kapital schlagen, denn wieder zeigte Mülheim Moral und erzielte nach einer Ecke das insgesamt verdiente 2:2.

Im direkten Gegenzug nahm wieder Valchev das Heft in die Hand
und spielte einen schönen Ball auf Danail Vazov, der sich nicht zwei Mal bitten lies: 3:2 für Essen. Dies war auch gleichzeitig der Halbzeitstand.


Zur zweiten Halbzeit wechselte die Schiri-Pfeife zu Alex Prim und Matthias "Teho" Terhorst konnte in seinem Debüt für "Futsalicious II"  noch ins Spiel eingreifen. Doch zunächst war es wieder der "PCF  Mülheim", der das Heft in die Hand nahm und unsere Spieler früh unter Druck setzte. Nach einem völlig misslungenen Einkick von Bartmann auf Fabian Banowski in der eigenen Hälfte konnte Mülheim mit dem 3:3 den erneuten Ausgleich erzielen. Da waren drei Minuten im zweiten Durchgang gespielt. Die Gastgeber bekamen nun ein deutlich spürbareres Übergewicht, konnten aber den nun warmgeschossenen Wehling im "Futsalicious"-Tor nicht mehr überwinden.


In der 35. Minute ging dann alles ganz schnell: Wehling fing einen Angriff der Mülheimer ab, brachte den Ball schnell zu Ralf Raschen an die Mittellinie. Dieser wurde zwar mustergültig von den Beinen geholt, doch statt eines Freistoßes wurde auf Vorteil entschieden. Glück im Unglück für Essen, denn Raschen setzte sich trotz des Foulspiels durch und bediente noch im Fallen den schnellen und freistehenden Matthias Henneken, der dann die erneute 4:3-Führung für "Futsalicious II" erzielte. Darauf versuchte Mülheim wieder schnell den Ausgleich zu erzielen. Dieser Versuch endete allerdings in einem Konter der Gäste über Terhorst, der den Ball uneigennützig quer auf Valchev legte. Unser Rekordspieler musste in seinem 102. Einsatz für "Futsalicious Essen" nur noch den Ball ins Tor schieben und man hatte zum ersten Mal eine 2-Tore-Führung.

 

Mülheim aber gab sich nicht auf und drängte weiter auf den Torerfolg.
Unsere Zweite stemmte sich nun mit allem dagegen, was möglich war. So blieb der "PCF" weiter erfolglos. In der 40. Minute folgte ein weiterer Doppelschlag: Wieder bediente Terhorst in einem Konter den mitgelaufenen Henneken, der auf 6:3 erhöhte. Nur Sekunden vor Schluss bediente dann Fabian Banowski noch den mitgeeilten Kuzmin, der auf den 7:3-Endstand erhöhte. Insgesamt eine zeigte unsere Zweite eine couragierte und zum Ende hin auch konzentrierte Leistung. Am Ende fiel der Sieg vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch aus, aber nach dem Überraschungserfolg im Frühjahr konnte "Futsalicious II" auch dieses Mal alle Punkte aus der Nachbarstadt mitnehmen.

 

 

(michael wehling & kristoff gött, 06.12.2012)

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