Außenseiterchance beim 4:11 zu gering: "Futsalicious" freut sich über Platz 2 im Pokal

Die Spieler beider Finalteams gemeinschaftlich vor dem fairen Spiel (Foto: Gött)
Die Spieler beider Finalteams gemeinschaftlich vor dem fairen Spiel (Foto: Gött)

Vor einer mit rund 100 Zuschauern sehr gut gefüllten Tribüne in der Sporthalle der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf stieg am Samstag das Finale im 1. FVN Futsal-Niederrheinpokal zwischen den gastgebenden "Futsal Lions TuRu Düsseldorf" und dem Überraschungsfinalisten "Futsalicious Essen I". Dabei stellte unser Anhang einen nicht unerheblichen Teil der neugierigen und gespannten Zuschauer - vielen Dank an dieser Stelle für eure tolle und auch für uns überraschende Unterstützung beim Finale! Ihr habt euch auf jeden Fall einen Sonderapplaus verdient ("Ohne Essen wär' hier gar nichts los!")!

 

Viel mehr als eine Außenseiterchance hatte sich unser Team im Vorfeld im sportlichen Bereich nicht ausgerechnet. Mit diszipliniert eingehaltener taktischer Ordnung, so Spielertrainer Andriy Avtyenyev, wollte man die individuellen Vorteile der Hausherren ausgleichen. Allerdings musste "Futsalicious Essen I", der FVN-Ligist, gegen die eine Spielklasse höher spielenden WFLV-Ligisten auf einen etatmäßigen Torwart verzichten. Verletzungsbedingt, aus beruflichen oder privatterminlichen Gründen verhindert, konnte sich keiner unserer starken Rückhalte der abgelaufenen Ligasaison zwischen die Pfosten stellen. Zudem musste das Trainerteam Bonnekamp/Pisano/Avtyenyev auf ein paar Leistungsträger im Feld verzichten, die ebenfalls nicht verfügbar waren.

Das "Futsalicious"-Finalteam: (hinten v.l.) Bonnekamp, Payzulaev, Reich, Büllesfeld, Mussayi, Avtieniev, Ypel; (vorne v.l.) Avtyenyev, Valchev, Bartmann, Henneken, Pisano (Foto: Gött)
Das "Futsalicious"-Finalteam: (hinten v.l.) Bonnekamp, Payzulaev, Reich, Büllesfeld, Mussayi, Avtieniev, Ypel; (vorne v.l.) Avtyenyev, Valchev, Bartmann, Henneken, Pisano (Foto: Gött)

So kam es, wie es wohl kommen musste: Angeführt von ihrem Kapitän Carlos "Carlosito" Penan, gespickt mit hervorragenden Spielern, wie den beiden spanischen Futsal-Zweitligisten Mananes Blanco und Jimenez Garcia, sowie dem türkischen Ex-Fußballprofi Cicem, spielten die "Futsal Lions Düsseldorf" einen sichtbar abgeklärteren und konsequenteren Ball. Doch gerade in den Anfangsminuten stand "Futsalicious" sehr gut und zeigte hier, wie auch in weiteren Phasen des Spiels, ein hohes Maß an Konzentration. Doch leider blieb es nicht dabei. Zu viele Fehler im Zusammenspiel unserer Jungs, zu risikoreiche Pässe und Stockfehler wurden von den Hausherren gnadenlos ausgenutzt, die ihre blitzschnellen Konter in viele Treffer ummünzen konnten.

 

Beide Seiten setzten von Beginn an auf eine tief stehende Defensive und verteidigten sehr kompakt. "Lions"-Keeper Mananes Blanco, dem in dieser Saison beim 4:4 gegen Dänemark sogar ein Einsatz für die "DFB Futsal-All Stars" zuteil wurde, brachte in seinem Abschiedsspiel eine erstklassige Leistung auf die Platte. Aber auch sein Gegenüber, unser Ersatz-Ersatz-Ersatz-Torhüter zeigte in seinem Aushilfsjob zwischen den Pfosten eine beachtliche Leistung und entschärfte zunehmend Torchancen der "Lions". Dennoch zog der Favorit zwischen der 9. und 12. Spielminute mit 3:0 davon, ehe "Maga" Payzulaev einen Pass von Oleksandr Avtieniev in einem Konter zum 3:1-Anschluss ins Netz dreschen konnte. Das sollte, neben mehreren sehr guten Möglichkeiten bis zur Halbzeit aber der einzige zählbare Erfolg für "Futsalicious Essen I" bleiben, wie auch die vielen Zuschauer daheim oder unterwegs am "Futsalicious"-Live-Ticker mitbekamen.

 

Mit dem Stand von 5:1 für die "Lions" kam man nach der Pause zum zweiten Teil dieses Finals, das sportlich sehenswerter war als es das Ergebnis vermuten lässt. "Futsalicious Essen I" hatte viele Anteile am Spielaufbau, wenngleich man sich in der Vorwärtsbewegung zu oft verzettelte und den Ballverlusten hinterherrennen musste. Vor dem gegnerischen Gehäuse ging man phasenweise zu fahrlässig mit den eigenen guten Gelegenheiten um. Zwischen der 25. und 34. Spielminute erhöhten die "Lions" peu à peu den Spielstand auf 10:1.

 

Dann hielt Bruder Schlendrian Einzug in das Spiel des Gastgebers und späteren Pokalsiegers. Man versuchte Essen nun technisch zu düpieren und versuchte sich erfolglos an Kunstschüssen gegen Torwart Bartmann. Das ermöglichte "Futsalicious" im offeneren Schlagabtausch mehr Zugriff auf das Spiel. In der Folge ergaben sich für unsere Jungs sehr viele gute Gelegenheiten, die leider am Düsseldorfer Keeper hängen blieben oder aber nicht oder nicht konsequent zuende gespielt wurden. Dennoch konnte "Futsalicious Essen I" das Nachlassen der "Lions" innerhalb von zwei Spielminuten mit den Treffern Zwei bis Vier durch Sergio Mussayi (nach Vorarbeit von Kai Pisano) und zwei Mal Michael Reich (nach Vorarbeit von Mathias Bartmann und erneut Pisano) "bestrafen". Doch trotz der neu gefundenen Energie und des zwischenzeitlichen Gegentreffers zum 2:11 kam dieses konsistente Aufbäumen viel zu spät, denn beim Stand von 11:4 blieben nur noch 1:30 Minuten bis zur Schlusssirene

 

Am Ende eines intensiven, fairen und, trotz des Ergebnisses, durchaus spannenden Spiels stand ein klarer und letztlich auch verdienter für die "Futsal Lions Düsseldorf" aufgrund konsequenterer und abgeklärterer Spielweise und großer individueller Stärke im Team von Coach Sascha Mirza. Nach der umjubelten Pokalübergabe durch Fußball-Verbandsausschussmitglied Manfred Neufeld, feierten die Landeshauptstädter ausgiebig ihren Premierensieg im Premierenfinale.

FVN-Ausschussmitglied Manfred Neufeld überreicht den neuen FVN Futsal-Wanderpokal an "Lions"-Kapitän Carlos Penan (Foto: Gött)
FVN-Ausschussmitglied Manfred Neufeld überreicht den neuen FVN Futsal-Wanderpokal an "Lions"-Kapitän Carlos Penan (Foto: Gött)

Einige Zeit nach der deutlich spürbaren Niedergeschlagenheit in unseren Reihen, gerade auch bei den erfahreneren Spielern, konnten sich aber auch die Verantwortlichen und (ein wenig später) die Aktiven von "Futsalicious Essen" mit dem kleinen Erfolg anfreunden. Die Außenseiterchance war in dieser Konstellation einfach zu klein, aber man war nicht hoffnungslos unterlegen, sondern konnte spielerisch noch erstaunlich gut mithalten. Auch das Kämpferherz wurde, wenn auch ein wenig verspätet, wiedergefunden.

Niedergeschlagenheit: Trotz toller Zuschauerunterstützung verloren, aber das Kämpferherz wiedergefunden (Foto: Gött)
Niedergeschlagenheit: Trotz toller Zuschauerunterstützung verloren, aber das Kämpferherz wiedergefunden (Foto: Gött)

Und letztlich: Immerhin war das Erreichen des Endspiels in dieser ersten Ausgabe des FVN Futsal-Niederrheinpokals der zweitgrößte Erfolg in der Geschichte unseres jungen Vereins! Zudem war es ein Finale, das Lust auf mehr machte: Mehr Futsal in Liga und auch im Pokal, die neue Chance in der kommenden Saison, die schon im September 2012 beginnen wird.

 

 

(kristoff gött, 02.07.2012)

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