"Futsalicious I" gewinnt umkämpftes vereinsinternes Ligaduell souverän

Das war es also, das von vielen lange und sehnlichst erwartete und von manchen auch nervös herbeigezitterte vereinsinterne Ligaduell zwischen "Futsalicious Essen I" und "Futsalicious Essen II". Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte sollten beide Herren-Teams von "Futsalicious Essen" sich in einem offiziellen Spiel der FVN Futsal-Niederrheinliga miteinander messen. Mancher mochte im Vorfeld vermutet haben, dass sich hier vielleicht wertvolle Punkte untereinander zugeschustert würden oder ähnliches. Doch schon bei Testspielen in der Vergangenheit wurde deutlich, dass sich in diesem Duell niemand zurücklehnen würde. Die Beobachter des am Ende deutlichen 7:2 (4:0)-Erfolgs unserer Ersten gegen unsere Zweite sahen dann kurz vor dem 4. Advent auch ein packendes Spiel zweier ehrgeiziger Teams, in dem sich nichts geschenkt wurde.

 

Von Beginn an dominierte "Futsalicious Essen I" das Spiel und konnte durch die häufig einstudierten Laufwege und Standards immer wieder gefährlich vor dem Tor von "Futsalicious Essen II" auftauchen. Doch die Zweite hielt munter dagegen, wobei beide Seiten zunächst ohne Torerfolg auskommen mussten. Die weiten Abwürfe von Christoph Berger aus dem Tor der Ersten waren dann wiederholt ein probates Mittel, um die doch etwas nachlässige Abwehrarbeit der Zweiten auszuhebeln. Die fehlende Zuordnung und auch die geringe Laufbereitsschaft der offensiv orientierten Feldspieler wirkte sich auch in dieser Partie negativ auf das Abwehrverhalten von "Futsalicious II" aus. Nach einem langen und passgenauen Abwurf von Berger konnte sein Gegenüber, Michael Wehling im Tor der Zweiten vor dem heranstürmenden Kai Pisano klären. Der Ball sprang jedoch vor die Füße von Tim Domurath. Dessen Schuss konnte auch noch von Wehling pariert werden, der Nachschuss von Pisano markierte dann aber doch die 1:0-Führung für "Futsalicious I".

 

Ein weiterer langer Abwurf vom insgesamt überragend spielenden Christoph Berger fand dann zunächst den "Futsalicious II"-Verteidiger Francisco Nunez, der den Ball aber unglücklich über den herauslaufenden Torwart ins eigene Tor verlängerte, das 2:0 für die Erste. Bis dato war "Futsalicious I" die klar überlegene Mannschaft, die nicht unbedingt durch Einzelspieler, sondern durch eine geschlossene Mannschaftsleistung auffiel und zu Chancen kam. Doch auch "Futsalicious II" kam durch gute Aktionen nach vorne und beschäftigte die generische Defensive. Aber man scheiterte wiederholt am guten Torhüter, am eigenen Unvermögen oder auch an der insgesamt stabil agierenden Defensive der Ersten in Hälfte Eins.

Eine Variante bei einer Ecken-Standardsituation führte dann per Volleyschuss von Andriy Avtyenyev zum 3:0 - unhaltbar. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte setzte "Futsalicious I" einen schnellen Konter über die Außenpositionen an. Vor dem Tor kam der Schuss in die lange Ecke durch und wurde von Tim Domurath am zweiten Pfosten eiskalt eingetütet, das souverän herausgespielte 4:0. Nach einem weiteren Schlagabtausch, der nichts Zählbares einbrachte, erklang die Sirene.

 

Zum Beginn von Halbzeit Zwei kam deutlich mehr Druck von "Futsalicious II", während man sich in der Ersten anschienend zunächst ein wenig auf den Lorbeeren ausruhen wollte. Kepper Wehling konnte einen Ball abfangen und mit einem langen Abwurf einen Konter einleiten. Mustafa Kahraman setzte zu einem gekonnten Sololauf an, an allen Gegenspielern und dem ansonsten überragenden Christoph Berger vorbei, und es stand nur noch 4:1. Es war eine längere Phase mit ersten Konzentrationsschwächen der 1. Mannschaft, die sich in ungewohnt halbherzigem Abwehrverhalten zeigte.

Trotz des Anschlusstreffers funktionierte "Futsalicious II" sichtbar nicht als Team. Immer wieder wurden taktische und läuferische Mängel deutlich. Die Mannschaft begann intern zu hadern und das ohnehin brüchige Gebilde des Zusammenspiels auseinanderzudriften drohte, was darin gipfelte, dass sich zwei Teamkameraden auf dem Feld lautstark die Meinung sagten.

 

Eine neuerliche Eckensituation für die Erste setzte dann Spielertrainer Steffen Bonnekamp in Szene. Im Rücken zweier Gegenspieler entwischte Bonnekamp und wird vom Eckpunkt durch Michael Reich mustergültig freigespielt. Bonnekamp hält freistehend, zwei Schritte vor der Torlinie, den Fuß hin - 5:1. Doch das brachte keine Ruhe und Souveränität in das Spiel von "Futsalicious I", im Gegenteil: Es kam kaum ein flüssiger Spielaufbau zustande, da das Team nun versuchte sich in (zu) komplizierten Einzelaktionen zu ergehen. Hinzu kamen Ballverluste, wodurch "Futsalicious II" sich wieder ins Spiel zurückkämpfen konnte. Die Vorstöße nach Balleroberung blieben aber ohne Torerfolg.

 

Stattdessen profitierte erneut Kai Pisano von einem langen Abwurf von Christoph Berger. Nach einem schnellen Passspiel in die Spitze umkurvte Pisano den Torhüter der Zweiten und kann das Spielgerät gerade noch aus spitzem Winkel zum 6:1 einschießen. Daraufhin bekommt aber auch "Futsalicious II" wieder seine Chance, denn das in die Defensive gedrängte Team kann durch Martin Danel den Ball erobern. Dieser kombiniert sehenswert mit Mustafa Kahraman, der mit dem 6:2 erneut verkürzen konnte. Endlich mal ein zwingender Angriff in die konzentrationsgeschwächte Abwehr, der geschickt ausgenutzt wurde.

 

Doch statt eines neuerlichen Aufbäumens der Zweiten folgte nur noch das 7:2 für "Futsalicious I" und bestätigte damit die insgesamt schwache Abwehrleistung von "Futsalicious II", die, nach einem gut sortierten Beginn, am Ende durchaus noch höher hätte verlieren können. Wieder einmal wirkten sich die hohen Einsatzzeiten einzelner Akteure und die sehr kurzen Einsatzzeiten anderer Spieler nachteilig auf die Spritzigkeit insbesondere in der Rückwärtsbewegung bei "Futsalicious II" aus. Auf der anderen Seite wurden Großchancen leichtfertig vergeben. Dazu war noch einiges an Pech im Abschluss zu verzeichnen. Das galt aber durchaus für beide Mannschaften. Letztlich hat sich die kompaktere Teamleistung durchgesetzt.

 

 

(michael wehling, steffen bonnekamp, kristoff gött, 02.01.2012)

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