"Ratlosig-cious" geht in Wuppertal 4:10 unter

Dass es Rückschläge geben würde in einer Zeit, in der das eigene Spielsystem von defensiv-ergebnisorientiert zu spielgestalterisch-ausgeglichen umgestellt wird, das war und ist jedem Spieler, Fan und Verantwortlichen von "Futsalicious Essen" bewusst. Das Auf und Ab das Hin und Her von Sieg und Niederlage, durchwachsene Spielzeit, das ist seit vergangener Saison hinlänglich bekannt. Dazu kommt eine gehörige Schüppe Pech und das (für die Spieler ganz besonders) gnadenlose Zutagetreten der eigenen taktischen und spielerischen Baustellen. Doch Biss und Wille sind zumeist dabei, selbst wenn die Ergebnisse zuletzt sehr oft ernüchternd waren. Wenn auch dieser über große Teile einer begegnung gesehen unserem Team abhanden kommt, dann endet ein Spiel, wie der Vergleich mit der "Futsal Selecao Wuppertal" am vergangenen Samstag, 4:10 (0:4).

 

Die grundsätzlich eher defensiv ausgerichteten Wuppertaler führen schon nach knapp 50 Sekunden mit 1:0. Aus der folgenden Druckphase, in der "Futsalicious" teilweise deutliche Feldüberlegenheit bescheinigt werden kann, ergibt sich allerdings keine einzige zwingende Torchance. Zu gehemmt oder unkreativ verlaufen unsere Angriffsbemühungen im Sand, zu oft bleiben die Kombinationsansätze hängen, spielen sich Einzelne fest etc. Wuppertal stellt sich überlegt hinten rein und lauert auf Konter. Diese ergeben sich zwangsläufig, können hier und da von unserer Defensive abgefangen oder unterbunden werden. Jedoch sind die Chancen für die "Selecao" da. Mit mehr Konsequenz und Gradlinigkeit versenken die Gastgeber den Ball bis zur Pause noch drei Mal im Gehäuse von Jens Eißmann.

 

Nach dem Seitenwechsel ist die "Selecao", wohl gewarnt durch den Spielumbruch aus dem Hinspiel, sehr auf der Hut. Mit einer massierten Deckung werden alle Räume verengt, so dass sich für "Futsalicious" lediglich Chancen aus der 2. Reihe ergeben - die aber ebenfalls nicht genutzt werden können. Stattdessen erhöhen die Wuppertaler nach dem Assist ihres Keepers auf 5:0. Unsere Jungs (ebenfalls wohl mit Gedanken an die Aufholjagd der "Selecao" aus dem Hinspiel) blieben aber trotzdem am Ball und drückten weiter auf die nun noch defensiver spielende Wuppertaler Mannschaft.

 

Ricky Witte, der sich in seinem dritten Spiel mit seinen Toren 4 bis 6 gleich drei Mal in die Torschützenliste eintragen sollte, beendete die Torflaute. Und dem 5:1 ließen wir sogar das 5:2 folgen. Doch das sich bietende Oberwasser und die leicht verunsicherte Hektik des gastgebers ließ sich an diesem Spätnachmittag nicht weiter nutzen. Zu inkonsequent und auch recht unkreativ blieben die Angriffbemühungen von "Futsalicious". Die Abschlussschwäche und der fehlende Biss vor dem gegnerischen Tor führte nicht nur zu keinen weiteren Anschlusstreffern, sondern auch zu einer sich merklich breit machenden Ratlosigkeit. In kurzer Folge setzte Wuppertal in diese Atmosphäre dann die vorentscheidenden Treffer zum 6 bzw. 7:2, letzteren per 6-Meter-Strafstoß.

 

Anschließend war das Essener Spiel durch eine selten gesehene Fahrigkeit und Unkonzentriertheit und wohl auch Frustration gekennzeichnet. Statt eines weiteren Aufbäumens bekam Wuppertal nun deutlich Oberwasser und spielte mit unserer in die Deefensive gedrängten Mannschaft eine Zeit lang Katz und Maus. Glücklicherweise ließ die "Selecao" Chancen für etliche Tore. Jens Eißmann und, zu gleichen Teilen wohl, auch die Unkonzentriertheit der Wuppertaler verhinderten Schlimmeres. Dennoch trafen die Gastgeber noch zum zwischenzeitlichen 9:2.

 

Die überbordende Spielfreude ließ Wuppertal dann aber unvorsichtiger werden. Beim gegnerischen Schielen auf ein Schützenfest ergaben sich dann doch wieder größere Lücken im bis dato massiven Deckungsbeton. Wiederum Ricky Witte und Sebastian Rosen nutzten die sich bietenden Möglichkeiten noch zu den Treffern zum 9:3 bzw. 10:4 bei dem es letztlich blieb, doch freuen konnte sich keiner der beiden. Zu dürftig war insgesamt die Chancenverwertung, zu ratlos das Spiel, zu tief der Durchhänger nach dem großen Rückstand.

 

Nach diesem intensiven aber durchweg sehr fair geführten Spiel steht "Futsalicious Essen" nun sehr deutlich sichtbar vor den kollektiven und individuellen Baustellen im eigenen Spiel. Der aktuelle dritte Tabellenplatz in der FVN Futsal-Niederrheinliga 2010/11 muss aufgrund der herrschenden Ungleichmäßigkeit an absolvierten Spielen als unrealistisch bezeichnet werden. Da die Teams um uns herum bis zu vier Spiele weniger absolviert haben, steht uns, die entsprechenden Ergebnisse vorausgesetzt, noch ein Abrutschen ins untere Mittelfeld der Tabelle bevor.

 

Wenn solche Niederlagen der Vorbote sind, dass es in der Entwicklung unseres Spiels voran geht (vor allem im Vergleich und Kontrast zu Erfolgen wie gegen Montenegro, Hilden oder den drei Siegen zu Saisonauftakt), dann müssten wir auf einem guten Weg sein. Niemand verliert gerne, aber solche Erlebnisse gehören auch zur Basis für ein erfolgreiches Spiel. Die Motivation und die Begeisterung im Team sind jedenfalls spürbar ungebrochen. Jeder will sich selbst und das Zusammenspiel mit den anderen weiter verbessern. Darum wird man sich schon bald wieder auf und über ein "Futsalicious"-Team freuen können, in dem fair mit Leidenschaft, Willen und mit Spaß Futsal gespielt wird, in dem man auch nach Niederlagen nicht auseinander rückt, sondern sie aktiv zur Weiterentwicklung nutzt.

 

Nun steht uns in Sachen Ligaspielen ein Monat Pause bevor. In dieser Zeit wird weiter trainiert und abgestimmt werden, können unsere Spieler noch weiter zusammenfinden. In einem Testspiel am Samstag, 07.05.2011, wird sich die 1. Mannschaft von "Futsalicious Essen" mit einer neu zu formenden 2. Mannschaft, unter der Betreuung von Mathias Bartmann, messen. Diese 2. Mannschaft wird eine Woche darauf ein weiteres Testspiel absolvieren. Und auch für die 1. Mannschaft sind weitere Testbegegnungen angedacht, bevor es am Samstag, 21.05.2011, in Mülheim/Ruhr gegen unsere momentan erstaunlich stark aufspielenden Freunde vom "PCF Mülheim" in unserem vorletzten Saisonspiel wieder um Ligapunkte gehen wird.

 

 

(kristoff gött, 13.04.2011)

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