Tschüss WFLV-Liga, hallo FVN-Liga

Ein irrsinnig spannender und ereignisreicher und hervorragend organisierter letzter Spieltag in Mülheim/Ruhr (Danke, PCF!) setzte gestern abend den Schlusspunkt unter die, für uns, spannende und lehrreiche WFLV-Futsal-Liga 2009/10.

 

Im Vorfeld hatten wir nur einen kleinen Funken Hoffnung, dass wir tatsächlich in Deutschlands höchster Futsal-Spielklasse verbleiben könnten. Doch schon in der ersten Begegnung gewannen die "Strandkaiser Krefeld" in einem Zitterspiel mit dem 5:4-Siegtreffer 30 Sekunden vor Schluss gegen die "Futsal Panthers Köln II". Damit war für "Futsalicious Essen" der Grundstein gelegt, den eigentlich nicht mehr realistischen Klassenerhalt doch noch zu packen.

 

Zunächst aber brachte eine bärenstark aufspielende Mannschaft von "Holzpfosten Schwerte" den amtierenden Meister "Futsal Panthers Köln I" in arge Bedrängnis. Lautstark unterstützt von ihren Fans und bewundert von den übrigen der 100 Zuschauer dominierten Nils Klems und Co ihren Gegner über weite Strecken des Spiels. Doch Köln kam zurück, hielt dagegen, erspielte sich Chancen und traf. Es entwickelte sich ein attraktives Spiel, eine Werbung für Futsal, bei der am Ende dann die "Panthers" um Haaresbreite mit 6:5 die Nase vorn hatten.

 

Es folgte unser Spiel und jeder wusste: Ein Sieg über "Germania Mauritz" musste her. Vor 100 Zuschauern und 25 eigenen Fans konnte unser zwölfköpfiger Kader seine Nervosität zu Spielbeginn aber nur schwer verbergen. Zaghaftes Spiel brachte schnell die Oberhand für die individuell technisch starken Brasilianer aus Münster. Bei einem "Germania"-Angriff war Jens Eißmann schon fast geschlagen, als der Ball zwischen mehreren "Futsalicious"-Abwehrspielern knapp vor der Torlinie hin und her sprang - Strafstoß wegen Handspiel! Den Sechsmeter konnte Eißmann zunächst toll parieren, den nach oben abprallenden Ball konnten die Verteidiger aber nicht mehr entschärfen und es stand 0:1 - kein Grund weniger nervös zu werden.

 

Allmählich kamen wir etwas besser in Tritt, spielten aber von Beginn an zu hektisch, so dass auch einige Großchancen ungenutzt bleiben. Unser teaminterner Toptorjäger dieser Saison, Michael Reich, besorgte nach zahlreichen Versuchen den verdienten 1:1-Ausgleich und Martin Büllesfeld konnte wenig später sogar auf 2:1 erhöhen. Doch nicht die Sicherheit kehrte zurück, sondern mehr Hektik und viele Spieler fällten die falsche Entscheidung zum falschen Zeitpunkt: Fehlpässe, Abstimmungsprobleme und Zögern trugen nur zur Stärkung des Gegners bei. Mauritz spielte zwar nicht taktisch überlegen aber ruhig und zielstrebig. Durch Stellungsfehler und individuelle Nachlässigkeiten glichen die Münsteraner aus.

 

Matthias Terhorst besorgte die erneute Führung für "Futsalicious Essen", die aber nur kurz währte und durch zwei Gegentreffer nicht nur ausgeglichen wurde, sondern in einen 3:4-Rückstand mündete. "Futsalicious" blieb im Spiel engagiert und kampfstark aber kombinatorisch kopflos. Und so brauchte es eine Standardsituation, um den erneuten Ausgleich herzustellen: Martin Büllesfeld schob den ball nach einer Ecke souverän flach ins Tor. Da waren noch rund 5 Minuten zu spielen, doch die Angriffsbemühungen brachten keinen Erfolg, hundertprozentige Chancen wurden liegengelassen und nur "Germania Mauritz" schlug daraus Kapital.

 

Es häuften sich die Großchancen vor dem Essener Tor, die ein wieder einmal toll agierender Jens Eißmann, der wahrscheinlich einzige Essener in Normalform, entschärfen konnte. In den letzten Sekunden vor Schluss brachte Essen Steffen Bonnekamp als "flying goalkeeper", um den so dringend benötigten Sieg doch noch zu erzwingen. Das engagiert und mit allen Mitteln stürmende "Futsalicious"-Team verhaspelte sich aber zu oft in Tornähe, so dass "Germania Mauritz" mit individueller Stärke und zwei schnellen Treffern den 4:6-Endstand herstellte. Vorbei! Das war es! Das Schulterklopfen der Fans konnte zunächst wenig gegen die geknickten Mienen ausrichten.

 

Da nützte es auch nichts, dass der "UFC Münster" gegen die "Futsal Lions Düsseldorf" gewann, wenngleich Düsseldorf souverän aufspielte und dem Rekordmeister über weite Strecken bis acht Minuten vor Schluss viele Probleme bereitete. Teilweise dominierten die Jungs von Sascha Mirza den Favoriten sogar spielerisch. Das hochkonzentrierte und intensive Spiel war offensichtlich zu viel für die Nerven einiger Düsseldorfer Spieler: Nach einer frühen gelb-roten Karte und einem Spielstand von 2:1 für Münster kam so nach ein paar Fouls an Düsseldorfern viel Aggressivität auf, dass ein Düsseldorfer nach Schiedsrichterbeleidigung des Feldes verwiesen werden musste.

 

Doch anstatt sich auf den durchaus möglichen Erfolg im Spiel zu konzentrieren, verlor der Spieler die Berrschung vollends und schlug dem Schiedsrichter die Karte aus der Hand. Es herrschte bedrohliche, aufgeheizte Rudelbildung vor dem Schiedsrichter. Wie schon an einem vergangenen Spieltag in der "Futsalicious"-Halle, waren die Unparteiischen Ziel von offenen Angriffen Düsseldorfer Spieler (damals wurden die Schiedsrichter und Zeitnehmer mit Bällen beworfen). In Mülheim blieb dem bedrängten Schiedsrichter vor den Augen von Klaus Jahn, Vorsitzender des WFLV Freizeit- und Breitensportausschusses und damit der Futsal-Liga, nichts anderes übrig, als das Spiel komplett abzubrechen. Die erhitzten "Lions"-Gemüter ließen sich aber nicht  beruhigen, auch wenn Münster das Spiel fairerweise noch zuende hatte spielen wollen. In der Folge des Durcheinanders wurde aber sogar ein (aus unserer Sicht) unbeteiligter Zuschauer zum Ziel der "Lions"-Mannschaft, die nun selbst ihr Trainer nicht mehr zurückhalten konnte. Ein wahrlich unrühmliches Ende einer ansonsten tollen WFLV-Saison! (Zur journalistischen Sorgfalt und Fairness verweisen wir hier auch auf den Spielbericht der "Lions")

 

So kam es dass "Futsalicious Essen" sich selbst im Wege stand und unser Abstieg aus der WFLV-Liga trotz bester Vorzeichen am gestrigen Samstag besiegelt war. Haben wir vielleicht unser Glück überstrapaziert, wie mancher Kommentator vermutete?

Wir denken nicht. Wir denken, es ist Teil unseres Aufbaus, in dem wir uns ja trotz aller kleinen Erfolge immer noch befinden. Natürlich waren wir gestern niedergeschlagen und mussten auf unserer abendlichen Saisonabschlussfeier in Essen ein wenig die Wunden lecken. Aber unser Team ist intakt, wächst, wie der Verein, von Mal zu Mal und die Motivation nicht verloren. In dieser Saison waren wir zum Gastspiel in der WFLV-Liga und haben immerhin als Siebter abgeschlossen. Lässt man die Abstiegsregularien einmal weg, so ist dies sicherlich ein toller Erfolg, weit über unser Minimalziel hinaus und die sprichwörtliche "Luft nach oben" ist deutlich sichtbar.

 

So blicken wir optimistisch auf unsere kommende Saison in der FVN-Futsal-Liga 2010. Und die beginnt schon sehr bald, denn bereits am 13. März 2010 ist Anstoß zur neuen Saison! Das "Projekt Wiederaufstieg" ist gestartet.

 

Weitere Infos zur neuen Saison, sowie etliche Fotos vom großen Saisonfinale folgen bald!

 

 

(kristoff gött, 21.02.2010)

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Kommentare: 2
  • #1

    Charleen Stainbrook (Sonntag, 22 Januar 2017 17:16)


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