Lest euch diese Einführung durch ... und informiert euch weiter über folgende Kapitel:
Futsal ist „der frischere Fußball“, wie die „Zeit“ im April 2010 titelte. Er ist die offizielle Form des Hallenfußballs nach international geltenden FIFA-Regeln. Also doch nur ein neuer Name für Hallenfußball? Nein, denn Futsal ist nicht vergleichbar mit dem, was man bislang in Deutschland unter Fußball in der Halle verstanden hat! Beim Futsal wird die Attraktivität des Fußballs mit bewährten Ideen anderer Sportarten zu einem aufregenden Ganzen kombiniert. Bei FIFA, UEFA und DFB wird Futsal als eigenständige Disziplin neben dem Fußball geführt.
Der Name ist eine Kurzform des portugiesischen Ausdrucks „futebol de salão“ (Hallenfußball). Erfunden wurde Futsal im Südamerika der 1930er Jahre als eine „Notlösung“ für fehlende herkömmliche Fußballplätze. Bereits 1942 hat der südamerikanische Sportlehrerbund dann aber den Futsal aufgrund seiner ureigenen Eigenschaften bei Fairness, Fitness, Technik und Taktik für den Schulsport empfohlen. Bis zum heutigen Tag bestätigen sportwissenschaftliche Studien immer wieder die Qualitäten des Futsals gegenüber dem Fußball.
Seit den 1950ern wird Futsal in Südamerika in organisierten Ligen gespielt. Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es einen enormen Zuwachs an internationaler Aufmerksamkeit, der zu einer globalen Verbreitung des Futsalspiels geführt hat.
Heute ist Futsal in der gesamten Fußballwelt verbreitet und existiert mit großer Popularität neben dem Rasenfußball. Es haben sich Profiligen in Südamerika, aber auch in Europa oder Asien entwickelt, wahre Publikumsmagneten. Neben den Ligen gibt es eine riesige Zahl von gut besuchten nationalen und internationalen Turnieren. In der „Champions League“ der UEFA z.B. spielen Jahr für Jahr unzählige Clubs um den „UEFA Futsal-Cup“. Nationalmannschaften unzähliger Länder spielen im 4-Jahres-Rhythmus bei den offiziellen Europameisterschaften der UEFA und den Weltmeisterschaften der FIFA.
Fußball-Weltstars wie Ronaldo, Zinedine Zidane, Ronaldinho Gaucho oder Robinho, aber auch schon der große Pelé haben ihre außergewöhnlichen Spielfähigkeiten durch eine Grundausbildung im Futsal erlernt und verfeinert. Inzwischen hat der Futsal aber auch seine eigenen Weltstars hervorgebracht: Die Namen Falcão, Ricardinho, Javi Rodriguez oder Schumacher kennt in den Futsal-Nationen jedes Kind.
(kristoff gött, steffen bonnekamp, jens eißmann, 01.12.2010)
„Keine der großen Fußballnationen kann es sich mehr leisten, Futsal zu ignorieren“, schrieben sich deutsche Regionalverbände schon vor Jahren in ihre Notizbücher. Aber es bedarf noch einiger Anstrengungen im Land des dreimaligen Fußballweltmeisters. Heute ist Futsal in der gesamten Fußballwelt verbreitet … mit Ausnahme des deutschsprachigen Raums. Hier ist die Sportart immer noch verhältnismäßig unbekannt und firmiert offiziell noch unter dem Etikett „Freizeit- und Breitensport“.
Nachdem deutscher Futsal lange Zeit nur von privater Seite oder auf unterer Verbandsebene betrieben wurde, hat der DFB 2006 erstmals eine jährlich ausgetragene inoffizielle Deutsche Meisterschaft geschaffen: das Turnier um den „DFB Futsal-Cup“. Seitdem legen DFB und die angeschlossenen Verbände allmählich gesteigerten Wert auf Förderung und Verbreitung von Futsal. Eine weitere Intensivierung der Bemühungen hat der DFB für die Zeit nach dem Ende der Fußball-WM der Frauen 2011 zugesagt.
Dabei werden gleich mehrere Entwicklungspunkte in Angriff genommen:
Zunächst wird man in Deutschland weitere Futsalvereine bzw. Futsalabteilungen bei Fußballvereinen gewinnen müssen, um die bestehenden Ligen zu stärken. Zudem soll ein flächendeckender Aufbau von Ligen auf mehreren Verbandsebenen erreicht werden.
Neben der Vereinsebene gibt es Bestrebungen zur Gründung einer deutschen Futsal-Nationalmannschaft. Ein erstes Demonstrationsspiel einer deutschen Auswahl im Rahmen des „DFB Futsal-Cups 2010“ und ebenso ein erneuter Vergleich der "DFB Futsal All-Stars" im Rahmen des "DFB Futsal-Cups 2011" waren ein Vorgeschmack.
Im Oktober 2010 einigte sich die DFB Futsal-Tagung aller Landesverbände darauf, dass jeder Landes- und Regionalverband eine Auswahlmannschaft aufbaut. Im Rahmen dieser Tagung kam es zu einem Demonstrationsspiel zwischen den Auswahlkadern des Fußballverbands Niederrhein e.V. (FVN) und des Fußballverbands Mittelrhein e.V. (FVM). In Nordrhein-Westfalen wurde im Jahr 2011 der erste Länderpokal zwischen den Auswahlen des Mittelrheins, Westfalens (FLVW) und dem Niederrhein ausgetragen.
Die Einrichtung eines deutschlandweiten „DFB Futsal-Länderpokals“ für Auswahlmannschaften der Landes- und Regionalverbände soll zur Gründung einer Nationalmannschaft bis 2013 beitragen. Im Zuge dieser Bemühungen ist langfristig auch die Gründung einer Bundesliga geplant, um die Sportart Futsal in Deutschland international wettbewerbsfähig zu machen, weiter zu professionalisieren und ein echtes Konkurrenzangebot neben dem Fußball zu schaffen.
(kristoff gött, jens eißmann, 01.12.2010)
Futsal ist besonders fair:
Durch Härte kann keine spielerische Schwäche wettgemacht werden. Es gibt strenge und klare Foulregeln, Futsal ist aber kein „körperloses“ Spiel.
Futsal ist besonders schnell:
Das beständig hohe Tempo durch die Nettospielzeit erfordert rasante Balltechnik und blitzschnelles Denken, sowie raschen Spielaufbau über wenige Stationen und ein ausgeprägtes Feingefühl für Positionsspiel.
Futsal ist besonders intensiv:
Es kommt ständig zu spielentscheidenden Situationen. Von allen Spielern wird ein sehr hohes Maß an Konzentration, Technik, Bewegungsfähigkeit & Kondition gefordert.
Futsal ist besonders spannend:
Als echter Thriller für Zuschauer bietet Futsal durch die geringe Größe des Spielfeldes ständig Torraumszenen und ein unablässiges Auf und Ab, ähnlich wie beim Handball, Basketball oder Eishockey. Verbunden mit vielen Toren und einem stets möglichen Umschlagen der Vorteile für beide Teams bleibt Futsal über die gesamte Spieldauer spannend.
Futsal ist jung:
Futsal ist in Deutschland eine aufstrebende, erfrischende Sportart. Zudem eignet sich Futsal hervorragend zur Heranführung und Ausbildung von Kindern im frühen Schulalter, wie durch sportwissenschaftliche Studien in Deutschland und weltweit mehrfach nachgewiesen wurde.
Futsal ist perfektioniertes Teamwork:
Kein Bankdrücken, sondern fliegende Wechsel: Jeder Spieler muss möglichst umfassend ausgebildet sein, denn er bekommt sehr viel Einsatzzeit auf vielen Positionen. Trotz der hohen technischen Fähigkeiten der Futsalspieler ist auch hier ohne Teamgeist nichts zu gewinnen.
Futsal fordert und fördert:
Selbst für gänzlich fußballunerfahrene Neulinge ist Futsal überdurchschnittlich schnell zu erlernen. Spielunerfahrene lassen sich deutlich leichter und trotzdem produktiv in ein Team integrieren.
Futsal ist etwas für Frauen, Männer und Kids:
Viele Frauen- und Jugendteams in Deutschland spielen schon seit etlichen Jahren ausschließlich nach den Regeln des Futsals wenn sie in der Halle antreten – auch wenn sie es nicht so nennen.
Futsal ist wetterunabhängig:
Das Spiel mit dem kleineren und sprungreduzierten Ball wird ausschließlich in Sporthallen gespielt. Durch diese Unabhängigkeit von gutem Wetter kann eine regelmäßige Durchführung der Spiele in jeder Spielklasse gewährleistet werden. Auch für die Zuschauer ist es angenehmer rasanten fußballbasierten Sport ohne Frieren und Nassregnen erleben zu können.
(kristoff gött, jens eißmann, 01.12.2010)
Selbstverständlich gibt es auch eine DFB-Seite zum Futsal , auf der man sich grundlegend informieren kann.
Zusammengefasster stehen viele Informationen auch im Futsal-Wiki auf Wikipedia, einfach mal durchklicken (und auch die Erläuterungen in anderen Sprachen nicht außer Acht lassen!)
Und als ganz praktische Information: Sprecht, schreibt oder ruft uns an ... oder kommt zu unseren Spielen ... oder, wenn ihr selbst spielen wollt, kommt zu unserem Training!